So, nachdem bereits heute unser moodle-Server ziemlich schlapp macht, habe ich nun, statt Kollegen neue Kurse einzurichten, Zeit, mich im Netz auf die Suche nach Alternativen zu begeben…einige habe ich hier ja auch schon vorgestellt, zum Beispiel cryptpad.fr.

Was ich sonst noch so an interessanten Möglichkeiten auffinde, möchte ich hier sammeln.

 

Gemischtes/ Good to know

Warum nicht auch das gute, alte Fernsehen einbeziehen? Der SWR hat sein Programm umgestellt, so dass ab 8 Uhr morgens allerlei Wissenssendungen für Schüler zusehen sind:
https://www.presseportal.de/pm/7169/4547135

Hier findest du einen Überblick über die Planet-Wissen-Sendungen in der ARD-Mediathek, sortiert nach Fachgebieten:
https://www.ardmediathek.de/ard/more/74JdEMykrGtE37CpWmS2Cg/lernen-wenn-die-schule-zu-ist

Langsam findet man auch im Netz immer mehr Sammlungen nützlicher Tools, z.B. auch bei digitalcourage: https://digitalcourage.de/blog/2020/freie-software-fuer-schulen#3

Und endlich – endlich habe ich eine Seite gefunden, die alle möglichen Tools auflistet, die datenschutzmäßig super für die Schule geeignet sind – bei datenschutz-schule.info.

 

Kommunikation

Videoplattform:
Leider gibt es hier ja keine Empfehlung „von oben“ für uns…jeder kocht hier sein eigenes Süppchen gerade, manch einer achtet da auf Datenschutz, andere weniger oder gar nicht. Erlaubt ist, was gefällt?
Naja – nicht ganz…Die Seite noyb.eu zeugt in einer Übersicht zumindest mal die rechtliche Seite einiger gängiger Videoplattformen auf – seht selbst:
https://noyb.eu/de/unterbrochene-uebertragung

Auch auf den Seiten unseres Datenschutzbeauftragten finden sich Hinweise darauf, dass außer jitsi oder nextcloud an sich nichts zu verwenden ist:
https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/datenschutzfreundliche-technische-moeglichkeiten-der-kommunikation/

Dass jedoch leider auch die jitsi-mobile-App nicht ganz sauber ist, was tracking angeht, kann man auf dem kuketz-Blog nachlesen:
https://www.kuketz-blog.de/jitsi-meet-datenschutzfreundlich-ohne-google-stun-server/

Vielleicht ja mal einen Blick auf BigBlueButton werfen – das kann in moodle integriert werden oder, wie ich festgestellt habe kann man auch hier andere Instanzen nutzen, wie zum Beispiel die von fairkom. Der Bereich für diesen Zweck heißt fairteaching und stellt eine BBB-Instanz zur Verfügung. Fairkom ist ein Partnerschaftsnetzwerk von selbstständigen IT Consultants mit Sitz in Dornbirn, das rein auf Open Source Lösungen setzt, denen Datenmschutz wichtig ist und deren Server energieeffizient und CO2-neutral sind und mit Ökostrom betrieben werden.

 

Um mit Schülerinenn und Schülern einfach und schnell per App datenschutzkonform kommunizieren zu können, bietet sich die App schul.cloud an, die  in Kooperation mit der heinekingmedia GmbH erfolgt. Eine Anmeldung und eine Passwortvergabe ist erforderlich, Dateien können ausgetauscht werden:
https://schul.cloud/

Chat:
Natürlich kann man moodle nutzen, um mit Schülern zu chatten. Sollte moodle gerade einmal ausgefallen sein, bietet sich auch das zumpad.de an! Wenn du ein neues zumpad erstellt hast, hast du rechts unten die Möglichkeit, eine Unterhaltung zu starten. Nur: Das Pad ist im Prinzip öffentlich, wenn man den Link hat…

Kooperation

Online an einem Dokument arbeiten: 

Schon lange kenne ich das web-pad ZumPad. Hier ist es möglich, online in Echtzeit zu mehreren an einem Dokument zu arbeiten. Die Schüler brauchen lediglich den Link zum Pad. Nach einem halben Jahr wird das Pad gelöscht, es verfügt nicht über einen Passwortschutz.
Soweit ich das getestet habe, ist es vor allem für Sammlungen von Ideen usw. geeignet – alle Beiträge werden einfach in Zeilen untereinander gepostet.
https://zumpad.zum.de/

Weitaus mehr Funktionalitäten finden sich bei cryptpad.Hier lassen sich geschützte Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen, ähnlich wie in googledocs:
https://cryptpad.fr/
Ein erstes Tutorial zum Einstieg in Cryptpad von Nele Hirsch findest du bei YouTube.

Ein weiteres Etherpad findet sich bei fairkom. Es heißt schlicht board.net. Wie ich oben schon geschrieben habe, sitzt die Gesellschaft in Dornbirn, achtet auf datenschutzkonforme Lösungen, arbeitet mit Ökostrom Co2-neutral und setzt auf Open Source-Lösungen. Von Aussehen und Funktionalität würde ich sagen ist es genau wie das ZumPad.

Endlich, endlich gibt es auch ein Browser-Whiteboard das man ganz einfach nutzen kann:
https://whiteboard.fi/. Leider lässt hier der Datenschutz (so wie ich das sehe) etwas zu wünschen übrig – Referrer werden übermittelt, ebenso sind 18 Drittanbieter und 8 Cookies zu finden. Vor allem google scheint recht massiv eingebunden zu sein. Das Board ist jedoch ohne Anmeldung nutzbar, die Schüler erhalten einen Link, mit dem sie zum Board kommen (so ist es ja vielleicht wenigstens von den Schulrechnern/ Tablets aus im Unterricht einsetzbar…).

 

Methoden:

Ein witziges Tool aus dem Studienseminar Osnabrück findest du bei oncoo.de.: ONCOO bietet Ihnen Werkzeuge (Tools), um verschiedene Methoden aus dem Bereich des kooperativen Lernens interaktiv zu realisieren. Nutzen Sie Laptops, PC, Smartboards, Smartphones oder Tablets, um die Schülerinnen und Schüler zu vernetzen…“ Quelle: oncoo.de

Diese Werkzeuge können mittels eines Passworts geschützt werden. Man braucht keinerlei Anmeldung, Daten werden nach eigener Angabe außer der IP-Adresse beim Zugang nicht erhoben.
Das Tool bietet die Bereitstellung von einem Helfersystem, dem Lerntempoduett, der Placemat-Methode und einer Zielscheibe. Viel Spaß beim Testen!

Einen Lernpfad erstellen:

Ais moodle kennst du vielleicht die Aktivität “Lektion” oder “Lernpfad”. Dabei handelt es sich um strukturiert aufbereitete Unterrichtsinhalte, die auf einzelnen Seiten aufbereitet werden und die die Schüler der Reihe nach (mit Verschachtelungsmöglichkeiten) “abarbeiten”. Das geht jetzt aber auch ohne moodle und ganz einfach – sieh selbst:
https://lernpfad.ch/

Pinnwand/ Notizbuch:

learningapps.org ist nicht nur wegen seiner spielerischen Übungen toll, man kann auch eine (private) Pinnwand anlegen, auf der man mit der Klasse z.B.Material in Form von Text, Links, Videos oder Audio sammeln kann. Auch das Notizbuch bietet sich an, wenn man zu einem Thema etwas sammeln möchte!

Umfrage/ Terminfindung

Das Tool “doodle” erfreut sich großer Beliebtheit, um unkompliziert und schnell Terminasbprachen treffen zu können. Da eine Pseudonymisierung hier recht schwer fällt, ist das Tool datenschutzrechtlich aber bedenklich (mehr Infos – klick). Deshalb zeige ich euch hier drei weitere Möglichkeiten:

  1. Ein recht nett aufgemachtes online-Tool für Terminabsprachen und sonstige Umfragen:
    https://terminplaner.dfn.de/
  2. Genauso aufgemacht wie der Terminplaner oben ist dieses Tool, nur ist der Name witziger und die Herkunft behagt mir sehr: digitalcourage
    https://nuudel.digitalcourage.de/
  3. Die etwas rudimentärere Version auf unserem Lehrerfortbildungsserver mit der gleichen Funktionalität:
    https://lehrerfortbildung-bw.de/dudle/

 

Online lernen und lehren

Hintergrundwissen zum Thema: 

Wie soll das denn nun aussehen, mit dem online-Unterricht? Welche Tools gibt es? der Schweizer Philippe Wampfler, kein Unbekannter im Bereich e-learning und gymnasiale Bildung,  erstellt gerade mit Hochdruck etliche Erklärvideos zu diesem Thema bei YouTube – einfach mal reinschauen und sich inspirieren lassen:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLC9D2mzTyJeXYa6E1y_d0fc_7-V7BJnSq

Wer sich gerne in die Thematik des online-Lernens und Lehrens einlesen möchte, kann dies mit Nele Hirschs tollem pdf tun. Ihr Name ist auch im Zusammenhang mit an anderer Stelle genanntem ebildungslabor zum Thema h5p schon aufgetaucht. Einziger Wermutstropfen für mich – es handelt sich um einen dropbox-Link (Hallo – da gibt es auch andere Lösungen!!!)
https://www.dropbox.com/s/n07ve8uqiy1ymbq/Nele_Hirsch-Unterricht_digital.pdf?dl=0

Auch digitalcourage hat sich Gedanken gemacht zum Thema homeoffice und hat eine Liste von Tools veröffentlicht, die ihr hier findet:
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-homeoffice-tipps

Spielerisch lernen:

Ein Tool, das wir schon lange bei unseren Fortbildungen empfehlen, ist learningapps. Hier finden sich etliche kleine Spielchen zu allen Fächern, die nach Klassenstufe gefiltert werden können. Wer nicht selbst super fit in h5p ist, kann hier ganz einfach eigene Übungen erstellen, solche, die es schon gibt, anpassen und sogar seinen eigenen Schülern zur Verfügung stellen. Eine Anmeldung ist für Lehrer, die eigene Apps erstellen wollen, erforderlich. Es können Klassen angelegt werden, die Schüler sollten dann pseudonymisiert angelegt werden.
https://learningapps.org/

Kennst du schon learningsnacks: Hier findest du schon aufbereitetet Lerninhalte zu allen möglichen Themen mit der Möglichkeit, einen eigenen Channel zu erstellen: https://www.learningsnacks.de/#/welcome?channel=Learning%20Snacks

 

Rechtschreiben lernen

Eine coole Idee für alle, die ihre Schüler zum Schreiben kleiner Texte ermutigen möchten, aber keinen eigenen Blog haben, findet sich bei iderblog.eu. Nach Anmeldung kann man einen Blogbeitrag schreiben, selbst überprüfen und dem Lehrer online senden, der den Beitrag auf dem Blog freischalten kann. Für mich interessant war eher die Datenbank mit Arbeitsblättern und online-Materialien zum Thema Rechtschreiben. Leider verwendet die Seite kein https (Dass es das noch gibt…!).

 

OER

Open Educational Resources finden sich immer mehr im Netz.

Gerade heute bin ich eine tolle, sich noch im Wachstum befindliche Hamburger Seite gestoßen:
https://digitallearninglab.de/
Hier findest du toole Tools, Unterrichtsentwürfe rund um das Thema Medienbildung in allen möglichen Fächern (sogar Sport!) und Trends…

Interaktiv und personalisiert selbst lernen – das geht mit memucho. 
memucho ist ein Wissensmanager und Lerntool mit freien Inhalten.Ich finde, das klingt schonmal super. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert, werde das aber bestimmt noch tun!
Leider hat die Recherche mit webkoll ergeben, dass sich hier Drittanbieter-Cookies von google und Facebook auf US-Servern verbergen. Schade! Warum geht das nicht ohne???

Eine Übersicht über vielfältige Tools im Bereich OER findet sich hier:
https://open-educational-resources.de/materialien/oer-tools/
Allerdings muss ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Liste nicht ganz aktuell ist (padlet ist mittlerweile nicht mehr kostenlos) und eventuelle datenschutzrechtliche Probleme auftauchen könnten, da es sich zum Teil um US-Tools handelt…

 

Einige Unis stellen ihre Vorlesungen und zum Teil sogar Skripten offen zur Verfügung. Ein Beispiel findet sich bei der OpenLearnWare der TU Darmstadt. Vielleicht ist da im Bereich Naturwissenschaften ja was für die Oberstufe dabei:
https://openlearnware.tu-darmstadt.de/